Prozessautomatisierung in Passau: Lieferscheine und Avise finden den Weg ins ERP allein

  • Passau: der Warenverkehr ist schneller als die Belege

    Prozessautomatisierung in Passau beginnt fast immer am Wareneingang. Über die A3, die Bahn nach Linz und Wien und den Donauhafen läuft Verkehr Richtung Österreich und Tschechien, und jede Spedition schickt ihre Avise anders: als Mail, als Anhang, als Portalmeldung. Im Büro entsteht daraus Tipparbeit. Vertraglich bleibt das im Inland: Es gilt deutsches Recht, Auftragnehmer ist eine deutsche Gesellschaft, und die Belegdaten werden nach DSGVO auf Servern in Deutschland und der EU verarbeitet. Auf der anderen Seite steht die Halle: Schichtmeldungen, Stückzahlen und Prüfwerte aus der Fertigung, die abends als Zettel ins Büro wandern. Wer an die Antriebstechnik oder an die Sensorikfertigung im Landkreis liefert, muss beides zusammenbringen — den Beleg von draußen und die Meldung von drinnen —, und zwar an dem Tag, an dem die Ware bewegt wird.

  • Prozessautomatisierung am Wareneingang statt Nacherfassung

    Eingehende Lieferscheine, Speditionsavise und Wiegescheine werden gelesen, den Bestellpositionen zugeordnet und als Wareneingang vorgelegt. Entschieden wird nur noch über die Fälle, die nicht zusammenpassen — Menge weicht ab, Position fehlt, Lieferant ist unbekannt. Aus Belegfotos haben wir auf diesem Weg 3 579 Positionen mit 24 Lieferanten in ein Verzeichnis überführt, jede Position mit dem zugehörigen Belegdokument. Was durchläuft, steht im Protokoll; was liegen bleibt, steht auf einer Liste mit einem Namen dahinter.

  • Was sich im Büro und in der Halle ändert

    Der Wareneingang ist gebucht, wenn der Lkw den Hof verlässt, und nicht am Folgetag. Die Schicht meldet einmal am Terminal, statt einen Zettel zu schreiben, den jemand abtippt. Und die Reklamation eines Kunden lässt sich mit Charge, Beleg und Zeitpunkt beantworten, ohne dass jemand im Ordner blättert. Regeln und Zuordnungen — neue Spedition, neues Format, neue Vorgabe eines Auftraggebers — liegen als Einstellung vor und nicht im Programmtext. Damit bleibt die Pflege bei Ihrer eigenen Leitung, ohne dass für jede Änderung ein Vorhaben nötig wird.

  • Prozessautomatisierung, die einen Ausfall übersteht

    Jede Meldung bekommt eine Vorgangsnummer und einen Zustand. Antwortet die Gegenstelle nicht, versucht der Dienst es später erneut und meldet sich, wenn es wiederholt nicht klappt; still verschwinden kann nichts. Im Protokoll steht zu jeder Übertragung, wann sie lief und was sie geschrieben hat. Bevor eine Regel scharf geschaltet wird, läuft sie mit und wird mit dem verglichen, was Ihre Leute von Hand entschieden hätten; Abweichungen gehen in die Regel zurück. An der Steuerung Ihrer Anlagen ändern wir dabei nichts: Wir lesen, was sie ausgibt, und schreiben in die Systeme, die dafür vorgesehen sind.

  • Abnahme statt Versprechen am echten Beleglauf

    Vor dem Start steht im Angebot, woran die Strecke später gemessen wird. Eine abgegrenzte Strecke läuft im Werkvertrag: je Etappe ein fester Preis, Abnahme gegen die Leistungsbeschreibung, Haftung für Mängel. Jede Etappe ist für sich nutzbar — der Wareneingang kann laufen, während die Schichtmeldung noch beschrieben wird. Ehe ein Beleg zu uns gelangt, steht eine beidseitige Geheimhaltungsvereinbarung: Auf einer Zollposition Richtung Österreich stehen Warenwert und Empfänger, und beides geht sonst niemanden etwas an. Sind in den Belegen Personen erkennbar, kommt ein Auftragsverarbeitungsvertrag dazu, und das Angebot benennt Feld für Feld, was ein externer Dienst oder ein Sprachmodell bei der Belegerkennung überhaupt zu sehen bekommt. Die Begleitung nach dem Einschalten läuft im Dienstvertrag als eigenes Paket; wer woran arbeitet, entscheidet unsere Projektleitung.

Passau, Bayern

  • Kreisfreie Stadt an der Grenze zu Oberösterreich, gelegen am Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz und damit der östliche Eckpfeiler des niederbayerischen Wirtschaftsraums.
  • Sitz der Industrie- und Handelskammer für Niederbayern, die den Mittelstand der gesamten Region von Passau aus vertritt.
  • Die Universität Passau bildet an der Fakultät für Informatik und Mathematik aus; Wirtschaftsinformatik und Mobile Computing sind eigene Studiengänge am Ort.
  • Größter industrieller Arbeitgeber der Stadt ist das Getriebewerk der ZF Friedrichshafen AG, das Antriebstechnik für Land- und Baumaschinen fertigt.
  • Über die A3 und die Bahnstrecke nach Linz und Wien läuft der Warenverkehr Richtung Österreich und Tschechien; der Donauhafen bindet die Region an die Wasserstraße an.
  • Rund um die Stadt sitzen mittelständische Fertiger und Zulieferer im Landkreis, unter ihnen die Sensorikhersteller in Ortenburg — Betriebe mit eigener Produktion, aber selten mit eigener Softwareabteilung.

Software für Fertigung und Lager: die offenen Punkte vorab

Wir liefern über die Grenze nach Österreich — lässt sich der Beleglauf trotzdem automatisieren?

Ja, solange der Beleg in einer wiederkehrenden Form ankommt: Mail mit Anhang, Portal, Datei. Für jede Spedition wird die Zuordnung einmal beschrieben, danach entscheidet Ihr Wareneingang nur noch über Abweichungen. Für den Rundgang durch Ihr Lager und Ihr Büro kommen wir zu Ihnen nach Passau.

Was kostet Prozessautomatisierung?

Das hängt an der Zahl der Strecken, an den Systemen, die angebunden werden, und daran, wie einheitlich Artikel- und Lieferantenstamm geführt sind. Nach dem Gespräch nennt das Angebot je Etappe einen festen Preis im Werkvertrag; gerechnet wird gegen den beschriebenen Umfang.

Wann lohnt sich eine Schnittstelle und wann ein Werkzeug, das Masken bedient?

Gibt ein System eine Schnittstelle her, nehmen wir sie: Sie übersteht jede Änderung an der Oberfläche. Ein Werkzeug, das Masken bedient, kommt nur dort infrage, wo ein Altsystem nichts anderes anbietet — und dann mit Protokoll, damit ein Fehlgriff nachweisbar bleibt.

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Gearbeitet wird in unseren eigenen Räumen und Systemen, auf Deutsch. Termine vor Ort in Passau vereinbaren wir bei Bedarf – wir kommen dafür zu Ihnen.